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INTERVIEW – BLINKY BLINKY COMPUTERBAND

VonChris

Apr 18, 2020
10 Fragen / 10 Antworten

1. Wann und warum seid ihr Musiker geworden?

Ich habe mich schon seit meiner Kindheit für Musik interessiert und habe in der Schule E-Bass in einer AG gespielt. Da ich aber immer schon mehr an elektronischer Musik interessiert war, wechselte ich 1992 das Instrument und kaufte mir meinen ersten Synthesizer.

2. Was sind eure Merkmale? Was macht euch speziell?

 Ich habe Musik von Anfang an nur als Hobby betrachtet und mache dies noch heute so. Für mich war es nie wichtig, damit berühmt oder reich zu werden. Dieses Hobby finanziere ich bis heute mit meiner regulären Arbeit. Das gab mir allerdings aber immer die Möglichkeit, zu machen, was ich will, ohne dass mir jemand reinredet. Wer sich meine Musik anhört, wird merken, dass ich eine relativ große Bandbreite an elektronischen Genres abdecke. Dies ist auf jeden Fall eine Sache, die meine Musik speziell macht. Eine weitere ist, dass ich mich dabei nicht zu ernst nehme. Natürlich versuche ich, beim Musikmachen das Bestmögliche herauszuholen. Dies passiert aber auch gerne mit einer großen Portion Humor. Ich denke, dass man dies allein schon an meinem Projektnamen merkt.

3. Wer und was hat euch inspiriert?

Mich hat hauptsächlich die Musik aus den 1980ern und frühen 1990ern inspiriert. Dabei sind es natürlich am ehesten elektronische Gruppen, aber ich war auch immer offen für Anderes. Ich kriege oft genug gesagt, dass man meiner Musik den Einfluss der 1980er Jahre anhört und damit kann ich sehr gut leben.

 

5. Wie stellt ihr euch das Hören eurer Musik vor? Wo hört ihr am liebsten??

Musikhören hat sich meiner Meinung nach sehr stark verändert. Ich stamme ja aus der Generation, bei der man sich eine Platte auflegte und dann während des Hörens die Texte las und das Cover ansah. Heute versuche ich auch noch immer, bewusst und aufmerksam Musik zu hören, auch wenn die heute eher aus dem MP3-Player kommt. Wie und wo die Hörer meine Musik hören, ist für mich schwer zu beantworten. Da hat bestimmt jeder seine Vorlieben und es kommt natürlich auch sehr auf das Album bzw. den Track an. Mein „Dystopia“-Album z. B. ist ja eher etwas zum Anhören und „Inner Conflict“ kann im Grunde auch fast komplett im Club gespielt werden. Übrigens auch ein schöner Ort, seine eigene Musik zu hören.

4. Wer sind eure wichtigsten Vorbilder und warum?

Diese Auflistung würde sehr lang werden, da ich mich schlecht auf ein paar Gruppen beschränken kann. Zu meinen absoluten Favoriten gehören aber Gruppen wie Skinny Puppy, Frontline Assembly, The Klinik und Psyche. Allerdings habe ich auch gerne Sachen wie The Sisters of Mercy, The Cure u. ä. gehört. Die Frage nach dem Warum ist relativ einfach zu beantworten: All diese Gruppen waren damals in ihrer Art einzigartig, neu und innovativ, was mir heute leider bei einem Großteil der neuen Musik fehlt.

6. Welche Rolle spielen die sozialen Medien für eure Karriere? Wie wichtig ist z.B. YouTube oder Instagram für euch?

Karriere? Welche Karriere? Nein, ganz im Ernst: wie schon geschrieben, bin ich Hobbymusiker. Aber natürlich sind auch für mich soziale Medien wichtig, um überhaupt an Hörer heranzukommen. Ich habe für meine Sachen keinen professionellen Vertrieb und kein Label, das sich um Promotion, Konzertplanungen o. ä. kümmert. Entsprechend versuche ich schon, Seiten wie Facebook aktiv zu nutzen. Auch das von vielen Leuten gehasste Spotify gibt mir die Chance, meine Musik mit Leuten auf der ganzen Welt zu teilen und da bin ich manchmal schon sehr überrascht, wo meine Musik gehört wird.

7. Macht Ihr eigentlich noch was neben der Musik?

8. Was war bis jetzt der beste Auftritt, den ihr erlebt habt?

Arbeiten! Ich habe einen ganz normalen Job, mit dem ich meinen Lebensunterhalt verdiene. Meine Musik mache ich entsprechend in meiner Freizeit.

Da es von Blinky Blinky Computerband bisher neben einem Internetkonzert erst einen richtigen Auftritt gab, habe ich entsprechend nicht viele zur Auswahl. Allerdings kann ich schon sagen, dass ich mich sehr gerne an diesen Abend und unseren Auftritt erinnere, da trotz nur einmaliger gemeinsamer Probe mit meinen Live-Musikern alles funktionierte und sowohl das Publikum als auch wir unseren Spaß hatten.

 

9. Wer sollte euch spielen, wenn euer Leben verfilmt wird?

10. Letzte Frage: Was wünscht ihr euch für die nächsten 10 Jahre, was braucht ihr dafür?

Hm, ich denke mal, so spannend ist mein Leben nicht, dass man daraus einen Film machen müsste. Mir fällt ehrlich gesagt auch niemand so richtig ein.

Erst mal Gesundheit. Da ich (Baujahr 1969) nicht mehr der Allerjüngste bin, ist dies schon ein Thema. Meinen Arbeitsplatz zu behalten, wäre auch nicht schlecht. Musikalisch gesehen, würde ich mich sehr darüber freuen, hier und da live spielen zu können und hoffe, dass sich da in den nächsten Jahren noch ein paar Möglichkeiten ergeben. Eine Möglichkeit, meine Musik nicht nur live einem größeren Publikum präsentieren zu können, wäre natürlich auch nicht schlecht. Entsprechend wäre natürlich ein Label oder ein Vertrieb, das an meinen Sachen Interesse hat, willkommen. Und was ich dafür brauche? Geld, ganz viel Geld!!! 😉

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