INTERVIEW MDS51

10 Fragen / 10 Antworten

1. Wann und warum seid ihr Musiker geworden?

Rico: Schon als Kind war ich fasziniert von synthetischen Klängen. Der Wunsch bestand seitdem.
Anfang 1997 kaufte ich mir dann einen Akai S3000XL und legte mir noch einen Atari zu. Und so begann das irgendwie.

Mike: Bei mir begann es Anfang der 90´er, als Drummer einer Punkband. Mit elektronischer Musik befasse ich mich intensiv etwa seit dem Jahr 2000, die ersten Soundcollagen entstanden, Produktion und Remixe für Bands und ein Hörspiel folgten. Musik ist für mich ein sehr gutes Ausdrucksmittel, um sich auf akustische Art und Weise mitzuteilen.

2. Was sind eure Merkmale? Was macht euch speziell?

Rico: Wir legen viel Wert darauf, dass der Sound möglichst roh und unsauber klingt. Alles andere müsste der Hörer besser wissen.

Mike: Mir geht es beim Musizieren darum, möglichst dem 08/15-Schema zu umgehen und mit unserer Musik, Bilder im Kopf beim Hörer entstehen zu lassen.

3. Wer und was hat euch inspiriert?

Rico: Eigentlich alle Musiker unserer Szene. Ob man will oder nicht, man nimmt von überall her ein Stückchen mit.

Mike: Mich inspirierten nicht unbedingt andere Musiker, vielmehr ist es das Chaos und die schnelllebige Zeit in der wir leben.

5. Wie stellt ihr euch das Hören eurer Musik vor? Wo hört ihr am liebsten??

Rico: Wenn ich Musik höre habe ich stets Bilder im Kopf. Ob sie nun zum Text passen oder nicht. Das ist immer vom Soundgewand abhängig. Höre ich zum Beispiel Lam Bras von Project Pitchfork dann habe ich immer eine Winterlandschaft im Kopf. Obwohl der Text was völlig anderes vermittelt.

Mike: Am liebsten höre ich Musik beim Zug fahren, einfach den Kopf ausschalten und zusehen wie alles an dir vorbeifliegt. MDS51 kann man am besten bei einen unserer Konzerte erleben, laut und ohne Kompromisse.

4. Wer sind eure wichtigsten Vorbilder und warum?

Rico: Ich habe keine Vorbilder.

Mike: Anfang der 90er besuchte ich zum ersten Mal ein Konzert der Einstürzende Neubauten.
Ich war gefangen von der Energie der Band, so dass mir schwarz vor Augen wurde und ich mir das restliche Konzert vom Bühnenrand aus ansehen durfte. Ich habe an sich auch keine Vorbilder, aber sowas in der Art wollte ich auch einmal machen.

6. Welche Rolle spielen die sozialen Medien für eure Karriere? Wie wichtig ist z.B. YouTube oder Instagram für euch?

Rico: Sie spielen eine große Rolle. Man kann sich selber in den Umlauf bringen und ist nicht auf irgendwelche Plattenlabel oder Promotionagenturen angewiesen.
Mike: Ich produziere die MDS51-Videos und finde es gut, dass man dafür nicht mehr auf andere angewiesen ist. Wie Rico schon sagte, heutzutage benötigt man nicht unbedingt diverse „Zwischenhändler“, um auf der ganzen Welt gehört und gesehen zu werden.

7. Macht Ihr eigentlich noch was neben der Musik?

8. Was war bis jetzt der beste Auftritt, den ihr erlebt habt?

Rico:Ich geh ganz normal arbeiten und bin froh, wenn sich Zeit für die Musik findet.

Mike: Ich bin aus dem Hamsterrad ausgebrochen und versuche nun, mit selbst hergestellten Dingen, meinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Rico: Da gibt es mehrere. Mit Stumpff in Düsseldorf, Wroclaw Industrial Festival, London, WGT. Eigentlich machen alle Spaß.

Mike: Jeder Auftritt ist immer was sehr Besonderes, somit ich nicht unbedingt sagen kann welcher am besten war. Am krassesten und emotionalsten war für mich der Gig beim´Elektroanschlag` in Altenburg, da ein paar Tage vorher mein Vater gestorben war.

9. Wer sollte euch spielen, wenn euer Leben verfilmt wird?

10. Letzte Frage: Was wünscht ihr euch für die nächsten 10 Jahre, was braucht ihr dafür?

Rico: So aufregend war es bisher nicht, dass es verfilmt werden müsste.

Mike: (lachend) gute Frage, ich glaube Alexander Scheer würde da gut passen, im Osten aufgewachsen und fast im selben Alter wie ich.

Rico: Gesundheit

Mike: Einfach die nächsten 10 Jahre in Ruhe und Frieden überleben.

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